Berliner SV Victoria 90 Friedrichshain e.V.

Die Nummer 1 im Kiez sind wir!

Unsere Leitlinien für Trainer, Spieler und Eltern

Wir freuen uns, dass ihr euch für unseren Verein als sportliche Heimat entschieden habt oder vielleicht mit diesem Gedanken spielt. Anhand der folgenden Leitlinien könnt ihr erkennen, dass wir im Jugendbereich die Kinder nicht nur sportlich, sondern auch sozialpädagogisch weiterbringen wollen. Denn die Gemeinschaft mit anderen Kindern, der Wettstreit in der Mannschaft und mit anderen Teams, das regelmäßige Training und die dazu erforderliche Disziplin, die Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitspielern aber auch die Fairness gegenüber dem Gegner, sind Charaktereigenschaften, die wir im Verein und in den Mannschaften vermitteln. Dies geht selbstverständlich nur, wenn von den Trainern, Spielern und Eltern Verhaltensvorgaben eingehalten werden:

LEITLINIEN FÜR TRAINER

Grundregeln

  1. Vorbildfunktion
  2. Zuverlässigkeit
  3. Pünktlichkeit (Trainer ist Erster und Letzter)
  4. positive Kommunikation (mit Spielern, Eltern, Gästen, Schiedsrichter)
  5. vorbildhafter Auftritt (Vereinsregeln, Umgang mit Trainingsmaterialien, etc.)
  6. Alkohol- & Nikotinfreier Spiel- und Trainingsbetrieb

Umgang mit Spielern / Mannschaftsführung

  • Ansprache mit Namen
  • positive Kritik
  • Spaß am Sport und Mannschaft vermitteln
  • ausreichender Abstand zur Mannschaft / Neutralität bewahren
  • Umgang innerhalb der Mannschaft optimieren (Stimmung, Kommunikation)

Kommunikation

  • zeitnah zu Jugendleitung und Vorstand (Terminänderungen, Sondertermine, Unfälle, etc.)
  • Organisatorisches (Zusatzspiele, Turniere) vorher immer mit Platzwart und Vorstand besprechen
  • regelmäßige Teilnahme an Trainerbesprechungen

Trainingsbetrieb

  • Mannschaftslisten führen (mit: Adressen, Telefon, E-Mail, Trikotwaschen, Fahrdienst)
  • Regelwerk für Kommunikation (z.B. Telefonkette bei Spielausfall)
  • Infodienst für Spieler, Eltern und Verein (Brief, Mail, Infozettel, Aushang)
  • mittelfristiges Trainingskonzept
  • Trainingsvorbereitung, auch individuell
  • Weiterbildung (sportlich, pädagogisch, 1. Hilfe)
  • pfleglicher Umgang mit Trainingsmaterialien (z.B. Bälle aufpumpen, Ballraum sauber halten)

Spielbetrieb

  • Spielfeld Auf- und -Abbau rechtzeitig organisieren (Tore, Hütchen, Fahnen, etc.)
  • Spielberichte und Ergebnisdienst
  • Passwesen (Antragswesen, Pässe verwahren, Fotos kontrollieren, Spielberechtigung prüfen)

Außendarstellung

  • vorbildliches Auftreten beim Trainingsbetrieb gegenüber Eltern und Trainingsbeobachtern
  • vorbildliches Auftreten beim Spielbetrieb gegenüber gegnerischer Mannschaft und Schiedsrichtern

LEITLINIEN FÜR SPIELER

Pünktlichkeit

Ich besuche regelmäßig das Training und erscheine pünktlich. Pünktlichkeit bedeutet, dass ich mich zu Beginn des Trainings in angemessener Trainingskleidung auf dem Platz befinde.

Zuverlässigkeit

Trainingsbeteiligung - Ich verpasse kein Training leichtfertig, da ich mir bewusst bin, dass sich mein Trainer vorbereitet und Zeit investiert. Wenn ich nicht zum Training kommen kann, sage ich rechtzeitig ab, denn mein Trainer und mein Team sorgen sich, wenn ich nicht zum Training erscheine. Zudem blockiere ich bei Abwesenheit nicht nur meine Lernziele, sondern auch das Team. Mir ist klar, dass nur durch regelmäßiges Training ich und mein Team das erfolgreiche Fußballspielen erlernen.

Pflicht- und Freundschaftsspiele - Die verbindliche Teilnahme an Pflicht- und Freundschaftsspielen ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Mir sind die Termine früh bekannt. Kann ich nicht erscheinen, sage ich so früh wie möglich persönlich beim Trainer ab. Ich werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Termine einzuhalten. Geburtstage oder Familienfeiern stehen einer Teilnahme nicht grundsätzlich im Weg. Meine Eltern helfen mir, bei Pflicht- und Freundschaftsspielen dabei zu sein.

Einsatzbereitschaft

Wer erfolgreich Fußball spielen will, muss sich reinhauen. Indem ich das Fußballspielen lerne, kann ich meiner Mannschaft weiterhelfen. Daher gebe ich im Training und Spiel immer 100% und folge den Anweisungen des Trainers.

Freundlichkeit

Freundlichkeit ist für mich selbstverständlich. Ich kann zwar nicht jeden gleich gern mögen, respektiere aber trotzdem jeden Mannschaftskameraden. Es ist für mich einfach, nett und freundlich zu sein und z.B. Kinder und Erwachsene, die ich kenne, zu grüßen. Mir ist bewusst, das das Umfeld  nicht nur mich, sondern auch mein Team für meine Freundlichkeit mögen wird.

Teamfähigkeit

Ich bin ein wichtiger Teil des Teams und verhalte mich im Kreis meiner Mannschaft diszipliniert und kameradschaftlich. Nur im Team kann ich erfolgreich Fußball lernen, denn Fußball ist ein Mannschaftssport. Mir ist bewusst, dass ich alleine nicht gewinnen kann und sich jeder auf und neben dem Feld ins Team einbringen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen muss. Bei Fehlern unterstütze ich jeden einzelnen, damit es beim nächsten Versuch besser klappt.

Sauberkeit 

Ich gehe pfleglich mit dem Vereinseigentum um. Der sorgsame Umgang mit Bällen, Trikots und Trainingshilfen ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Das Gelände, die Umkleideräume, Duschräume und andere Gemeinschaftseinrichtungen sollen meinem Verein, meinem Team und mir lange Freude bereiten. Dies berücksichtige ich auch als Gast bei anderen Vereinen.

Kritikfähigkeit

Ich überprüfe mein Verhalten ständig. Kritik an meinen Verhaltensweisen nehme ich ernst. Ungerechtfertigte Kritik kann ich aber jederzeit in Gesprächen zurückweisen. Habe ich schlecht gespielt, verliere ich nicht den Willen fleißig zu trainieren, um meine Leistung zu verbessern. Das frühzeitige Ansprechen und das Diskutieren von Problemen hilft dem Team und mir.

Hilfsbereitschaft

Ich helfe jedem aus der Mannschaft, wenn er Probleme hat und um Hilfe bittet. Braucht mein Verein meine Unterstützung, helfe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten. Z.B. räume ich freiwillig und selbstständig Bälle und Trainingshilfen bei Spiel und Training weg. Auch akzeptiere ich schwächere Teammitglieder und gebe ihnen Tipps, damit sie sich verbessern können.

Fairness

Ich verhalte mich stets freundlich und korrekt zu meinen Gegenspielern, egal ob im Training oder im Spiel gegen einen anderen Verein. Es werden weder Schiedsrichter noch Trainer, Gegner, Mitspieler oder Funktionäre beschimpft. Auf dem Platz scheue ich keinen Zweikampf, werde aber niemals jemanden absichtlich foulen.

Ehrlichkeit

Mein Trainer und meine Mitspieler vertragen Ehrlichkeit. Habe ich mal keine Lust zum Training oder finde eine Entscheidung oder Meinung fragwürdig, kann ich das offen sagen. Lügen schaden dem gegenseitigen Vertrauensverhältnis. Im Spiel bin ich ehrlich gegenüber dem Gegner und dem Schiedsrichter. 

LEITLINIEN FÜR ELTERN

Unser Verein hat das Ziel, die Jugend möglichst effektiv und effizient zu fördern. Wir finden, dass die Jugendarbeit die Grundlage ist, um im Erwachsenenbereich erfolgreich zu agieren. Dieses Ziel wird umso schneller erreichbar, je mehr Menschen sich bereit erklären, mitzuhelfen. Von daher bitten wir Euch: Unterstützt uns! Scheut Euch nicht, uns anzusprechen, denn ihr seid herzlich willkommen. Das bringt ein wenig Arbeit, aber auch viele neue Freunde und eine Menge Spaß für euch und euer Kind!

Auch ist es unser ausdrücklicher Wunsch, dass ihr eure Kinder nicht nur bei uns abliefert, sondern gemeinsam mit eurem Kind die Freude am Fußball entdeckt. Daher bitten wir Euch: Kommt zu den Spielen eurer Kinder und seid der zwölfte Mann oder die zwölfte Frau, die mit Jubel und Stolz ihr Kind unterstützen oder bei einer Niederlage auch mal trösten.

Bewusst ist uns dabei, dass Kinder Fußball spielen, um Spaß zu haben. Viele Eltern sind emotional stark am Spielgeschehen beteiligt und zeigen Ihre Enttäuschung durch Zurufen zum Spieler, zum Schiedsrichter oder zur gegnerischen Mannschaft. Kinder sind aber sehr anfällig gegenüber abfälligen Kommentaren, die Ängste und Aggressionen erzeugen. Dagegen können Lob und Wertschätzung wahre Wunder bewirken.

Wichtig ist uns daher, dass beim Jugendfußball nicht der Erfolgsgedanke, sondern die Ausbildung der Spieler im Vordergrund steht. Wir sehen die Entwicklung der spielerischen Qualitäten über Jahre hinweg und nicht an einem einzigen Spieltag. Damit sich die Kinder bei uns bestmöglich entwickeln können, folgen unsere Eltern idealerweise zehn "victorianischen" Grundsätzen:

  1. Wir akzeptieren die Entscheidungen der Trainer, denn nur er ist für das Sportliche verantwortlich.
  2. Wir unterstützen die Trainer bei Ihrer Arbeit so gut es geht.
  3. Wir achten darauf, dass unsere Kinder pünktlich zum Training und an den Spieltagen erscheinen.
  4. Sollten unsere Kinder nicht am Training/Spiel teilnehmen können, entschuldigen wir sie rechtzeitig.
  5. Wir loben unsere Kinder und spornen sie an.
  6. Wir verhalten uns fair gegenüber allen Beteiligten auf dem Fußballplatz, insbesondere gegenüber unseren Gastmannschaften und Schiedsrichtern.
  7. Wir sind Zuschauer, die auf dem Platz unsere Kinder anfeuern und niemanden beschimpfen.
  8. Der Schiedsrichter leitet das Spiel, seine Entscheidungen akzeptieren wir.
  9. Wir unterstützen den Verein so gut es geht und helfen bei Events, Turnieren und Festen.
  10. Wir erkennen die Arbeit des Vereines an.